Antimikrobielle Resistenzen:
Was sind AMR und wie kann die Sorbact® Technology helfen, sie zu bekämpfen?

Antimikrobielle Resistenzen (AMR) entstehen, wenn Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten (Mikroorganismen) nicht mehr auf Medikamente ansprechen. Dadurch werden geläufige Infektionen schwerer behandelbar, und das Risiko der Ausbreitung von Krankheiten, schweren Krankheitsverläufen und Todesfällen steigt¹.

Der Text „Mindestens 30 % der im ambulanten Bereich verschriebenen Antibiotika sind nicht notwendig“ wird über einem Bild angezeigt, das einen medizinischen Fachmann zeigt, der den Wundverband eines Patienten untersucht.

Die Realität der antimikrobiellen Resistenzen

  • Mindestens 30 % der im ambulanten Bereich verordneten Antibiotika sind nicht notwendig².
  • 1,27 Millionen Todesfälle pro Jahr werden weltweit direkt durch AMR verursacht³.
  • Bakterielle Infektionen stehen weltweit mit 7,7 Millionen Todesfällen pro Jahr in Zusammenhang³.

Warum AMR im Wundmanagement eine zentrale Herausforderung darstellt

Die Wundversorgung bietet aufgrund mehrerer Faktoren eine bedeutende Möglichkeit, zur Bekämpfung antimikrobieller Resistenzen (AMR) beizutragen. Der Einsatz konventioneller Antibiotika und antimikrobieller Substanzen, wie beispielsweise Silber in Wundauflagen, kann zur Entwicklung bakterieller Resistenzen beitragen⁴. Infolge antimikrobieller Resistenzen können Antibiotika oder antimikrobielle Wirkstoffe ihre Wirksamkeit verlieren, wodurch Wundinfektionen zunehmend schwieriger zu behandeln sind.

Anzeichen einer Wundinfektion sind unter anderem zunehmende Schmerzen, Schwellungen und Sekretbildung, wobei die Symptome von lokal begrenzten Entzündungen bis hin zu systemischen Komplikationen reichen können. Verzögert sich der Wundheilungsprozess infolge einer Infektion, kann dies zudem die Lebensqualität negativ beeinflussen und die Behandlungskosten erhöhen⁵. Patient*innen mit schwer heilenden Wunden, Beinulzera, Hautulzera oder infizierten Operationswunden werden erneut mit Komplikationen vorstellig, was die Ressourcen des Gesundheitssystems belastet und das Leiden verlängert.

Effektives Wundmanagement kann helfen, den Kreislauf zu durchbrechen

DACC™‑beschichtete Wundauflagen mit Sorbact Technology unterstützen das Infektionsmanagement und minimieren gleichzeitig das Risiko antimikrobieller Resistenzen. Dadurch tragen sie bei der Behandlung schwer heilender und chirurgischer Wunden zur Antimicrobial Stewardship (AMS) bei⁴.

Das bedeutet, dass medizinische Fachkräfte Wundinfektionen effektiv behandeln können⁶ und gleichzeitig aktiv die weltweiten Bemühungen zur Erhaltung der Wirksamkeit von Antibiotika unterstützen.

Wenn sich medizinische Fachkräfte für DACC™‑beschichtete Wundauflagen mit Sorbact Technology entscheiden, behandeln sie nicht nur einzelne Wunden, sondern werden Teil einer globalen Bewegung zur Förderung von Antimicrobial Stewardship.

Illustration of floating pathogens.

Wirksam gegen die laut WHO wichtigsten Krankheitserreger

Die WHO listet die Bakterienfamilien auf, die durch die Entwicklung von Antibiotikaresistenzen das größte Risiko für die menschliche Gesundheit darstellen. Diese Erreger sind auch die häufigsten in Wunden vorkommenden9, 10, 11.

In-vitro-Tests haben gezeigt, dass Wundauflagen mit der Sorbact® Technology das Wachstum aller 5 getesteten WHO-Top-Erreger hemmen können8.

  • Staphylococcus aureus
  • Acinetobacter baumannii
  • Pseudomonas aeruginosa
  • Enterobacteriaceae
  • Enterococcus faecium

Verringerung des Wachstums von mikrobiellen Krankheitserregern

In einer aktuellen In-vitro-Studie, bei der eine Standardtestmethode (JIS L 1902)8 angewandt wurde, konnte gezeigt werden, dass Sorbact Wundverbände effektiv Bakterien bindet, die von der WHO aufgrund ihrer krankheitsverursachenden Eigenschaften als bedrohlich eingestuft wurden. Zu den getesteten Bakterien gehören antibiotikaresistente Stämme wie MRSA und VRE sowie andere häufige und problematische Wundpathogene. Die Ergebnisse zeigten eine deutliche Verringerung des mikrobiellen Wachstums.

Veränderung vorantreiben durch Antimicrobial Stewardship

Der Begriff Antimicrobial Stewardship (AMS) bezeichnet koordinierte Maßnahmen zur Förderung des verantwortungsvollen und optimalen Einsatzes antimikrobieller Wirkstoffe. Dazu gehören unter anderem die richtige Auswahl sowie die angemessene Dauer der Behandlung.

Als medizinische Fachkraft hast du die Möglichkeit, einen echten Unterschied zu machen und dich für einen verantwortungsvollen Einsatz von Antibiotika einzusetzen. Deine Rolle innerhalb von Antimicrobial Stewardship ist dabei von zentraler Bedeutung. Das kannst du konkret tun:

Zieh eine Wundversorgung in Betracht, die den Einsatz von Antibiotika reduzieren kann

Wähle Cutimed Sorbact‑Wundauflagen mit Sorbact Technology für infizierte Wunden und für Wunden mit Infektionsrisiko⁷ als Teil deines Behandlungsplans bei Wundinfektionen, da keine Entwicklung antimikrobieller Resistenzen zu erwarten ist. Wundauflagen mit Sorbact Technology ermöglichen ein sicheres und wirksames Management von Wundinfektionen⁷.

Infektionsprävention

Eine infizierte Wunde erfordert einen höheren Behandlungsaufwand und in manchen Fällen den Einsatz von Antibiotika. Deshalb ist die Prävention der erste und wichtigste Schritt. Eine gründliche Händehygiene ist ein grundlegender und entscheidender Bestandteil der Infektionskontrolle sowie der Infektionsprävention bei der Wundbehandlung.

Aufklärung und Engagement zum Thema AMR

Kläre Patient*innen über die Risiken antimikrobieller Resistenzen in der Wundversorgung auf und fördere gleichzeitig eine teamorientierte Antimikrobielle‑Stewardship‑Schulung unter Kolleg*innen. Lege den Fokus auf Prävention und Management von Wundinfektionen und erhalte deine fachliche Kompetenz, indem du evidenzbasierte Strategien der Wundversorgung kontinuierlich verfolgst – um Resistenzen zu minimieren und bestmögliche Behandlungsergebnisse für Patient*innen zu erzielen.

Die Sorbact Technology zeigt, dass wir uns nicht zwischen einer wirksamen Wundversorgung⁷ und einem verantwortungsvollen Einsatz antimikrobieller Therapien⁶ entscheiden müssen. Beides ist möglich und stellt sicher, dass auch zukünftige Patientengenerationen Zugang zu lebensrettenden Behandlungen haben, wenn sie diese wirklich benötigen.

Literaturhinweise

  1. World Health Organization, Antimicrobial resistance, WHO. 2023; accessed on October 24, 2025. [link]
  2. Fleming-Dutra K et al. Prevalence of Inappropriate Antibiotic Prescriptions Among US Ambulatory Care Visits, 2010-2011. JAMA. 2016;315:1864-1873. [link]
  3. Global burden of bacterial antimicrobial resistance in 2019: a systematic analysis. Murray, Christopher J L et al. The Lancet, Volume 399, Issue 10325, 629-655. [link]
  4. Rippon MG and Rogers A.: Development of silver resistance: a focus on wound care. Wounds International.2025; 16(2), 20–37. [link]
  5. Guest JF et al. Cohort study evaluating the burden of wounds to the UK's National Health Service in 2017/2018: update from 2012/2013. BMJ Open. 2020;10(12):e045253
  6. Stanirowski PJ et al. Randomized Controlled Trial Evaluating Dialkylcarbamoyl Chloride Impregnated Dressings for the Prevention of Surgical Site Infections in Adult Women Undergoing Cesarean Section. Surg Infect (Larchmt). 2016;17(4):427-435. [link]
  7. Kammerlander G et al. An investigation of Cutimed® Sorbact® as an antimicrobial alternative in wound management. Wounds UK. 2008;4:10-18 [link]
  8. Husmark J et al. Antimicrobial effects of bacterial binding to a dialkylcarbamoyl chloride-coated wound dressing: an in vitro study. J Wound Care. 2022;31:560-570. [link]
  9. Negut I et al. Treatment strategies for infected wounds. Molecules. 2018; 23(9):2392.
  10. Tacconelli E et al. Discovery, research, and development of new antibiotics: the WHO priority list of antibiotic-resistant bacteria and tuberculosis. Lancet Infect Dis. 2018;18(3):318-327.
  11. Liu E et al. Antimicrobial Stewardship at Transitions of Care to Outpatient Settings: Synopsis and Strategies. Antibiotics (Basel). 2022;11(8):1027